Sachverständige Bereich Bau 1
Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken

und

Sachverständige Bereich 2
Schäden an Gebäuden incl. Teilgebiete

Das Niveau einer Zertifizierungsprüfung bei der IQ-ZERT liegt auf gleicher Höhe wie das der öffentlichen Bestellung und Vereidigung in Deutschland. Selbstverständlich müssen die allgemeinen Voraussetzungen, dass der Sachverständige in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt und nicht vorbestraft ist, erfüllt sein.
Die Zertifizierung umfasst einen schriftlichen, einen mündlich/praktischen Teil sowie eine Kompetenzbewertung der Gutachten.
Bau-Sachverständige werden von der IQ-ZERT in den folgenden Fachgebieten geprüft:

 



Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken (Bau Bereich 1)

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zur Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024:2012 durch die IQ-ZERT für den Bereich „Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken“.

Die Anmeldung zur Zertifizierungsprüfung erfolgt über die IQ-ZERT unter Einreichung folgender Unterlagen:

  • Ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular;
  • Vertrag (2-fache Ausführung zum Gegenzeichnen);
  • Nachweise zu der geforderten beruflichen Qualifikation (Zeugnisse, Zertifikate
    oder Teilnahmebestätigungen der Fortbildungen);
  • eine Kopie des Personalausweises;
  • ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis im Original;
  • eine Bescheinigung in Steuersachen des Finanzamtes im Original;
  • eine Gutachtenliste, welche die geforderten Gutachten enthält.

 

Die Zulassung zur schriftlichen/mündlichen Prüfung erfolgt wenn:

  • die Antragsunterlagen eingereicht und positiv geprüft sind;
  • der Zertifizierungsvertrag unterschrieben vorliegt;
  • die Gebührenrechnung vor der Prüfung beglichen ist.


Teilgebiete

A1: Sachverständiger für die Marktwertermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

A2: Sachverständiger für die Markt- und Beleihungswertermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

Für folgende Bereiche ist die Akkreditierung beantragt:

B1: Sachverständiger für die Marktwertermittlung von Wohn-, Gewerbe- und Spezialimmobilien

B2: Sachverständiger für die Markt- und Beleihungswertermittlung von Wohn, Gewerbe- und Spezialimmobilien

Eingangsvoraussetzungen

Allgemeine Eingangsvoraussetzungen
Studium / Berufsausbildung

Zugelassen werden Antragsteller mit einem staatlich anerkannten Hochschulabschluss einer einschlägigen Fachrichtung, z. B. der Architektur, des Bauingenieurwesens, der Geodäsie, der Geographie, der Wirtschaftswissenschaften, der Immobilienbewertung, der Immobilienwirtschaft, des Immobilienmanagements, der Finanzwirtschaft oder der Rechtswissenschaften.

Alternativ zum Studium kommt als Vorbildung grundsätzlich auch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Bezug zur Immobilienwirtschaft in Frage. Als Ausbildungsbereiche für eine sachgebietsbezogene abgeschlossene Berufsausbildung kommen insbesondere in Betracht: Architektur-, Bau-, Vermessungs- und Liegenschaftswesen; Immobilien- und Betriebswirtschaft; Finanz- und Versicherungswirtschaft; Kaufmännische Ausbildungen.

Im Einzelfall können Antragsteller eine Überprüfung der gleichwertigen Eignung zu der oben genannten Qualifikation beantragen, wenn z. B. in Umfang sowie Anspruch überdurchschnittlichem Gutachterleistungen auf dem Gebiet der Immobilienbewertung nachgewiesen werden

Praktische Tätigkeit

Der Antragsteller hat folgende praktische Tätigkeit als Sachverständiger im Zertifizierungsbereich nachzuweisen:

  • Bereiche A1 und A2:

3 Berufsjahre mit Erfahrungen bei der Erstellung von Gutachten im Bereich der Immobilienbewertung innerhalb der letzten 5 Jahre vor Antragstellung,

  • Bereiche B1 und B2:

5 Berufsjahre mit Erfahrungen bei der Erstellung von Gutachten im Bereich der Immobilienbewertung innerhalb der letzten 7 Jahre vor Antragstellung.


Nachweis zusätzlicher Fachkenntnisse

Ergänzend zu den Anforderungen muss der Antragsteller zusätzliche Fachkenntnisse im Bereich der Immobilienbewertung (Grundlagenkenntnisse - im Prüfstoffverzeichnis mit dem Grad 1 gekennzeichnet) nachweisen.

Anrechnungsfähig sind einschlägige fachliche Aus- und Fortbildungen, Lehrgänge oder Seminare mit einem Gesamtumfang von mindestens

  • für den Zertifizierungsbereich A1: 100 Unterrichtseinheiten
  • für den Zertifizierungsbereich A2: 150 Unterrichtseinheiten
  • für den Zertifizierungsbereich B1: 200 Unterrichtseinheiten
  • für den Zertifizierungsbereich B2: 250 Unterrichtseinheiten,

 

wobei die Unterrichtseinheiten eine Länge von mindestens 45 Minuten haben müssen. Der Nachweis zusätzlicher Fachkenntnisse muss mit einer Prüfung abschließen.

Die Anerkennung von Qualifizierungen im Zertifizierungsbereich im Rahmen eines Studiums ist auf Antrag möglich. Über deren Anerkennung entscheidet die Zertifizierungsstelle.

 

Fehlt dem Antragsteller Berufspraxis kann er die Prüfung A1 dennoch durchführen und erhält zunächst ein Zertifikat ohne DAkkS-Logo, dass mit Erfüllung der Berufspraxis in ein Zertifikat mit DAkkS-Logo überführt werden kann.

Übergangsregelung

Verfügt ein Antragsteller nicht über alle Voraussetzung – insbesondere noch nicht über die Berufspraxis – so kann er zunächst ein Zertifikat im nicht akkreditierten Bereich erwerben. Dieses kann nach Erfüllung aller Voraussetzungen dann in ein Zertifikat im akkreditierten Bereich überführt werden. Regeln hierzu in QM-Anhang SV-Bau 3-035-K 09: Delta-Prüfung.

Prüfungsablauf

Prüfungsleistungen sind:

eine schriftliche Prüfung

eine mündliche Prüfung

Schriftliche Prüfungsleistungen

In den schriftlichen Prüfungen soll der Prüfungskandidat nachweisen, dass er auf der Basis des notwendigen Grundlagenwissens in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln mit den gängigen Methoden seines Sachgebietes Aufgaben lösen und Themen bearbeiten kann.

Die schriftliche Prüfung besteht aus 3 Teilen:

Fragen zu den Grundlagen des Zertifizierungsgebietes und zu Rechtsfragen (mindestens 2 Std).

Zwei Wertermittlungen zur Gutachtenerstellung nach Vorgabe und eine Sonderaufgabe
(mindestens 2 Std).

Die Analyse eines fehlerhaften Gutachtens (mindestens 1 Std).

Alle schriftlichen Prüfungsteile werden bei der Bewertung gleich gewichtet.

Mündliche Prüfungsleistungen

Bei der mündlichen Prüfung soll der Prüfungskandidat nachweisen, dass er die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes erkennt und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag. Ferner wird festgestellt, ob der Prüfungskandidat über ein dem Stand der ausgeübten Tätigkeit entsprechendes Grundlagenwissen verfügt und dies anwenden kann. Die Dauer je Prüfungskandidat und Fachgebiet liegt zwischen 30 und 40 Minuten. Die Prüfungsfragen werden aus dem Prüfungsfragenpool entnommen.

Kompetenzbewertung der Gutachten

Der Prüfungskandidat weist seine besondere Sachkunde durch Vorlage bereits erstellter Gutachten nach, die in der Regel nicht älter als zwei Jahre sind.

Für die Kompetenzbewertung der Gutachten füllt der Prüfungskandidat die Liste der chronologischen Zusammenstellung der Gutachten aus, wie im QM-Handbuch (Formblatt 4-041-K 09 ff) festgelegt. Es muss eine Mindestanzahl an Gutachten – 5 Stück – nachgewiesen werden. Diese Gutachten werden vom Sachverständigen eingeschickt und von einem Prüfer bewertet.

Einzureichende Gutachten:

Bereich A1 – Marktwertermittlung Wohn- und Gewerbeimmobilien

Hier werden folgende Marktwertgutachten vorgelegt:

  • ein Gutachten mit Bewertung eines Ein- oder Zweifamilienwohnhauses,
  • ein Gutachten mit Bewertung eines Wohnungs- oder Teileigentums,
  • ein Gutachten mit Bewertung eines Mehrfamilienhauses (Miethaus),
  • ein Gutachten mit Bewertung eines gemischt genutzten oder gewerblich genutzten Objekts.

Mindestens eins der vorgenannten Gutachten muss sich auf ein Grundstück oder grundstückgleiches Recht beziehen, an dem eine wertbeeinflussende dingliche Belastung oder Begünstigung (z. B. Wohnungsrecht, Grunddienstbarkeit, Nießbrauch, Reallast, Erbbaurecht) oder eine wertbeeinflussende öffentlich-rechtliche Belastung oder Begünstigung (z. B. Baulast) begründet ist.

Bereich A2 – Markt- und Beleihungswertermittlung Wohn- und Gewerbeimmobilien

Wie A1. Dazu werden zwei der in A1 genannten Gutachten als vollumfängliche Beleihungswertgutachten grundsätzlich nach BelWertV vorgelegt. Wird von der BelWertV abgewichen, so muss die zugrunde gelegte Vorschrift den Anforderungen des § 16, Abs.2, Satz 1 bis 3 PfandBG genügen.

Bereich B1 – Marktwertermittlung Wohn-, Gewerbe- und Spezialimmobilien

Hier werden folgende Marktwertgutachten vorgelegt:

  • ein Gutachten mit Bewertung eines Ein- oder Zweifamilienwohnhauses,
  • ein Gutachten mit Bewertung eines Wohnungs- oder Teileigentums,
  • ein Gutachten mit Bewertung eines Mehrfamilienhauses (Miethaus) oder eines gemischt genutzten Objekts,
  • zwei Gutachten mit Bewertungen gewerblich genutzter Objekte, davon ein Gutachten für eine Spezialimmobilie (komplexe Betreiber-/Managementimmobilie, wie z. B. komplexe Handelsimmobilie, Freizeitimmobilie, Hotel, Sozialimmobilie).

Bereich B2 – Markt- und Beleihungswertermittlung Wohn-, Gewerbe- und Spezialimmobilien

Wie B1. Zusätzlich werden zwei der drei letztgenannten Gutachten als vollumfängliche Beleihungswertgutachten grundsätzlich nach BelWertV vorgelegt. Wird von der BelWertV abgewichen, so muss die zugrunde gelegte Vorschrift den Anforderungen des § 16, Abs2, Satz 1 bis 3 PfandBG genügen.

Durch die Kompetenzbewertung der Gutachten wird in der Regel die sachlich und fachlich korrekte Anwendung des Fachwissens kontrolliert. Die eingereichten Gutachten müssen vom Prüfungskandidaten eigenverantwortlich, persönlich und fachlich weisungsfrei erstellt und unterzeichnet worden sein.

In der Kriterienliste zur Erstellung von Gutachten werden KO-Kriterien genannt. Wird gegen diese verstoßen, so sind neue Gutachten einzureichen. Wird nicht gegen diese Kriterien verstoßen, dennoch aber die erforderliche Mindestprozentzahl nicht erreicht, so können die Gutachten nachgebessert werden.

Berufsanfänger müssen mindestens 5 Gutachten in die Gutachtenliste eintragen, von denen dann 3 überprüft werden. Damit kann ein Kompetenzzertifikat ohne Akkreditierungslogo mit einer einjährigen Laufzeit erworben werden. Die ergänzenden Gutachten laut oben genannter Vorgaben können dann nachgereicht werden. Zusammen mit der gesammelten Berufspraxis prüft die IQ-ZERT dann die Regelzulassung.

Das Prüfungsergebnis wird im Gesamten mit „bestanden“, „nicht bestanden“ gewertet.

Darüber hinausgehend können Empfehlungen ausgesprochen werden, die bei der Rezertifizierung überprüft werden. Empfehlungen können z.B. sein, dass der Besuch einer Weiterbildung mit bestimmtem Themenschwerpunkt nach­gewiesen wird.

Die Zertifizierungsprüfung ist bestanden, wenn die schriftliche und mündliche Teilprüfung bestanden wurden sowie die Kompetenzbewertung der Gutachten positiv war.

Wiederholung der Prüfungen

Nicht bestandene Prüfungsteile können höchstens zweimal wiederholt werden. Weitere Wiederholungen sind nur auf Antrag möglich (formlos). Die Wiederholung einer bestandenen Prüfung ist nicht zulässig. Eine nicht bestandene Prüfung oder nicht bestandener Prüfungsteil (schriftlich oder mündlich) muss/müssen innerhalb von zwei Jahren nachgeholt werden.

Anrechnung einer öffentlichen Bestellung und/oder von bestehenden Zertifikaten

Sachverständige, die im entsprechenden Zertifizierungsbereich auf der Basis einer qualifizierten Prüfung (z.B. öffentliche Bestellung und Vereidigung, zertifiziert oder nachweislich anderweitig qualifiziert ausgebildet) verweisen können, können über das reduzierte Verfahren Kompetenzbewertung der Gutachten und mündlichen Prüfung) zertifiziert werden. In diesem Fall entfällt die schriftliche Prüfung sofern die Inhalte durch die Vorgängerprüfung abgedeckt sind.

Die Qualität der Prüfung muss vom Sachverständigen in diesen Fällen nachgewiesen werden. Dies wird von der IQ-ZERT geprüft und bestätigt. Die Delta-Prüfung ist im reduzierten Verfahren unter QM-Anhang SV-Bau 3-035-K 09
Deltaprüfung beschrieben.

 

Zertifikaterteilung

Sind die Eingangsvoraussetzungen erfüllt, erhalten Sachverständige nach bestandener Prüfung ein Zertifikat bzw. ein Kompetenzzertifikat und einen Stempel – auf Wunsch auch einen gebührenpflichten Ausweis, die Sie als kom­petente und geprüfte Sachverständige auf dem Zertifizierungsgebiet ausweisen. Das Zertifikat hat im Re­gelfall eine Laufzeit von 5 Jahren (ohne Akkreditierungslogo zunächst ein Jahr). Dabei handelt es sich um ein Nutzungsrecht. Zertifikat, Stempel und ggf. Ausweis bleiben Eigentum der IQ-ZERT und müssen mit Ende der Zerti­fizierung zurückgeschickt werden.

 

Überwachungsverfahren

In der Folgezeit unterliegt der Zertifizierte dem gebührenpflichtigen Überwachungsverfahren durch die IQ-ZERT. Es werden 3 Tage Weiterbildung pro Zertifizierungsjahr nachgewiesen und es werden 1-mal zur Mitte der Zertifi­katslaufzeit weitere 3 Gutachten überprüft. Das Zertifizierungsjahr läuft ab Datum der Zertifizierung abwei­chend vom Kalenderjahr. Der Zertifizierte wird zum Anfang des nächsten Zertifizierungsjahres automatisch angeschrieben.

Rezertifizierung

Die Rezertifizierung dient zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Zertifikats um weitere 5 Jahre. Dafür weist der zertifizierte Sachverständige rechtzeitig vor Ablauf der Zertifikatsgültigkeit in einer mündlichen Prüfung analog der mündlichen Erstzertifizierungsprüfung nach, dass er die aktuellen fachlichen Anforderungen im Zertifizierungsgebiet weiterhin erfüllt.

Zulassungsvoraussetzungen und Antragstellung

Voraussetzung für die Rezertifizierung ist der positive Abschluss der Überwachungsmaßnahmen, d.h. der Nachweis der jährlichen Weiterbildung und die positive Bewertung der Überwachungsgutachten. Der Antrag auf Zulassung zur Rezertifizierungsprüfung ist rechtzeitig vor Ablauf der Zertifizierung bei der Zertifizierungsstelle einzureichen. Alle weiteren Unterlagen liegen der Zertifizierungsstelle vor; eine Aktualisierung wird insoweit erforderlich, sofern sich zwischenzeitlich Änderungen ergeben haben.

Rezertifizierungsprüfung

Der zertifizierte Sachverständige weist im Rahmen einer mündlichen Prüfung analog den Regeln der mündlichen Zertifizierungsprüfung für die Zertifizierung nach, dass sein Fachwissen dem aktuellen Stand des Zertifizierungsgebiets entspricht. Inhalt der mündlichen Prüfung sind insbesondere die das Zertifizierungsgebiet betreffenden Neuerungen entsprechend Prüfstoffverzeichnis. Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt je Kandidat für die Bereiche A1 und B1 30 Minuten; für die Bereiche A2 und B2 45 Minuten.

Wiederholung

Besteht ein Kandidat die mündliche Rezertifizierungsprüfung nicht, so kann er diese höchstens zweimal wiederholen. Wird eine noch ausstehende oder nicht bestandene Rezertifizierungsprüfung nicht innerhalb von 1 Jahr nachgeholt, so kann später eine Wiederaufnahme erfolgen. Innerhalb dieser Zeit ist die Zertifizierung ausgesetzt. Im Falle einer Aussetzung darf der zertifizierte Sachverständige nicht aktiv mit der Zertifizierung (Zertifikat) und dem digitalisierten Stempelabdruck werben.

Zertifikatsverlängerung bei der Rezertifizierung

Hat der Kandidat die Rezertifizierungsprüfung bestanden, so verlängert sich der Gültigkeitszeitraum seiner Zertifizierung um 5 Jahre. Wird keine neue Rezertifizierung beantragt, erlischt die Zertifizierung automatisch.


Mitgeltende Dokumente

QM-Anhang SV Bau 3 - 021-K 05 Gebührenordnung

QM-Anhang SV Bau 4 -161-K 09 Antrag

QM-Anhang SV Bau 4 - 220-K 09 Vertrag

QM-Anhang SV Bau 4 - 043-K 09 bis 4-043-K 09 Chronologische Zusammenstellung der Gutachten Bereich Bau 1

QM-Anhang SV Bau 5 - 100-K 09 Liste der Abkürzungen Bereich B1

QM-Anhang SV Bau 5 - 170-K 09 Fachliches Anforderungsprofil

 

Zusätzlich können folgende Dokumente angefragt werden:

QM-Anhang SV Bau 3 - 031-K 09 Prüfungsordnung

QM-Dokument SV 1- 090-K 09 Antragsverfahren

QM-Dokument SV 3 - 040-K14 Zeichensatzung

QM-Dokument SV 5 - 060-K 14 Rechte und Pflichten des zertifizierten Sachverständigen


 


 

Bewertung von Schäden an Gebäuden (Bau Bereich 2) incl. Teilgebiete


Zertifizierung als Sachverständiger im SV Bau Bereich B2 „Schäden an Gebäuden“ bzw. Teilgebiet

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zur Zertifizierung nach

DIN EN ISO/IEC 17024:2012 über die IQ-ZERT.

 

Mögliche Teilgebiete:

  • Feuchte- und Schimmelpilzschäden
  • Dachdecker- und Spenglerhandwerk
  • Baugrundbedingte Schäden, Schäden im Erd- und Straßenbau, Bauwerksdokumentation als vorsorgliche Beweissicherung
  • Wintergärten, Fenster, Türen, Tore, vorgehängte Fassaden
  • Beweissicherung
  • Bewertung von Brand-, Sturm, Leitungswasser-, Explosions- und Elementarschäden
  • Beton-, Stahlbetonbau, Baustatik
  • Dachabdichtung, Dachbegrünung
  • Schadstoffe in Gebäuden und im Boden
  • Wärmedämmverbundsysteme, Fassaden, Putze
  • Photovoltaikanlagen
  • Abdichtung erdberührter Bauteile
  • Witterungsbeanspruchte Bauwerksabdichtung
  • Fliesenleger-, Estrichhandwerk, Bodenbeläge
  • Sanitär, Heizung, Klima
  • Mauerwerk- und Stuckarbeiten

 

Spätestens 4 Wochen vor Prüfungsteilnahme werden folgende Zertifizierungsunterlagen benötigt:

  • Antrag
  • Vertrag (2-fache Ausführung zum Gegenzeichnen)
  • Fachbezogener Lebenslauf
  • Nachweis des höchsten Bildungsabschlusses
  • Nachweis der Zusatzqualifizierung mit Angabe und Umfang und Inhalt
  • Nachweis der praktischen Tätigkeit
  • im Angestellten- oder Dienstverhältnis durch eine Bestätigung des Arbeitgebers bzw. bei freiberuflicher oder gewerblicher Tätigkeit durch eine formlose eidesstattliche Erklärung
  • Erklärung, ob der Antragsteller innerhalb der letzten 5 Jahre an einem Zertifizierungsverfahren teilgenommen hat und wenn ja, mit welchem Erfolg und bei welcher Zertifizierungsstelle.
  • eine Kopie des Personalausweises
  • ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis im Original *
  • eine Bescheinigung in Steuersachen des Finanzamtes im Original *

 

( * können nachgereicht werden)

Die Gebührenrechnung muss vor der Prüfung beglichen sein.

Qualifizierte Tätigkeit und "Besondere Sachkunde"

Nachweis einer qualifizierten Tätigkeit die geeignet war, die notwendigen Praxiskenntnisse für die Tätigkeit eines Sachverständigen zu vermitteln. In diesem Zeitraum ist für drei Jahre, zumindest nebenberuflich, die Tätigkeit als Sachverständiger für den Zertifizierungsbereich nachzuweisen.

Die „Besondere Sachkunde“ beinhaltet auch die Fähigkeit, den eigenen Kenntnisstand gegen die „speziellen Kenntnisse“ von Spezialsachverständigen abzugrenzen. Bei der Erfordernis „spezieller Kenntnisse“ muss der Sachverständige Spezialsachverständige auswählen, ihre Aufgabenstellung präzisieren, ihre Tätigkeit koordinieren und die Ergebnisse ihrer Untersuchungen bewerten und in die eigenen Beurteilungen einarbeiten können.

Die Zertifizierungsprüfung kann nur ablegen, wer folgende Nachweise vorlegt:

1. Einschlägiges abgeschlossenes und anerkanntes Studium

oder

2. die geforderte Berufserfahrung sowie die geforderte Praxis in der Sachverständigentätigkeit

zu 1. Studium

Zugelassen werden Antragsteller mit einem staatlich anerkannten Hochschulabschluss in der Fachrichtung Bauwesen oder Architektur oder einer anderen für den Zertifizierungsbereich geeigneten ingenieurwissenschaftlich geprägten Fachrichtung.

zu 2. Berufsausbildung

Alternativ zum Studium kommt als Vorbildung grundsätzlich auch eine sachgebietsbezogene abgeschlossene Berufsausbildung einer einschlägigen Fachrichtung mit Zusatzqualifikation zum Techniker oder Meister in Betracht.

Praktische Tätigkeit

Der Antragsteller weist eine mindestens 2-jährige praktische Tätigkeit als Sachverständiger im Zertifizierungsbereich nach.

Zusatzqualifizierung

Ergänzend erbringt der Antragsteller einen Nachweis über Zusatzqualifizierungen im Zertifizierungsbereich, die sich auf die Tätigkeit als Sachverständiger für Schäden an Gebäuden beziehen. Anrechnungsfähige Zusatzqualifikationen können Fachfortbildungen, Lehrgänge oder Seminare mit einem Gesamtumfang von mindestens 40 Unterrichtseinheiten sein.

Die Anerkennung von Qualifizierungen im Zertifizierungsbereich im Rahmen eines Studiums ist auf Anfrage bei der Zertifizierungsstelle möglich. Über deren Anerkennung entscheidet die Zertifizierungsstelle.

Übergangsregelung

Werden nicht alle Bedingungen zu den Eingangsvoraussetzungen erfüllt kann die IQ-ZERT ein Verfahren zulassen bei dem Sachverständige ein Zertifikat ohne Akkreditierungslogo erhalten. Die IQ-ZERT legt das Verfahren zum Übergang in die Regelzertifizierung fest.

Prüfungsablauf

Die Prüfung umfasst drei Teile

  • schriftlich
  • mündlich
  • durch Referenzgutachten

 

Schriftliche Prüfung:

Die Bestandteile der schriftlichen Prüfung werden nachfolgend beschrieben:

Teil I: Gutachtenerstellung / -analyse zu vorgegebenen Bauschadenssachverhalten

  • Der Kandidat erhält mindestens 2 Fallbeschreibungen zu vorgegebenen Gebäuden mit Bauschäden und muss ein Kurzgutachten erstellen.
  • Fragen, die sich generell auf das Thema Gutachtenerstellung / -analyse beziehen, sind ebenso zulässig und in die Bewertung einzubeziehen.

Teil II: Einzelfragen

  • Bearbeitung von Einzelfragen zu unterschiedlichen Themen aus dem Prüfstoffverzeichnis.
  • Für die Beantwortung der Fragen genügt in aller Regel eine verbale und in der Sache korrekte Beantwortung. In einzelnen Prüfungsbereichen können Fragen enthalten sein, die eine kurze rechnerische Nachweisführung bedingen.

 

Mündliche Prüfung:

Durch mündliche Prüfungsleistungen soll der Prüfungskandidat nachweisen, dass er die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes erkennt und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag. Der Prüfbereich wird durch das Prüfstoffverzeichnis bestimmt und durch einen Fragenkatalog konkretisiert.

Ebenso zulässig und in die Bewertung einzubeziehen sind:

  • Fragen, die sich auf die eingereichten Referenzgutachten beziehen,
  • ergänzende bzw. vertiefende Zusatzfragen,
  • Fragen zu konkreten Bauschadensfällen, die dem Kandidaten in der mündlichen Prüfung vorgelegt werden.

Ferner soll festgestellt werden, ob der Prüfungskandidat über ein dem Stand der ausgeübten Tätigkeit entsprechen­des Grundlagenwissen verfügt und dies anwenden kann.

Die Prüfung wird als Einzelprüfung durchgeführt. Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt mindestens 30 Minuten und soll 45 Minuten nicht überschreiten.

 

Referenzgutachten:

Der Kandidat reicht eine Referenzliste / Gutachtenliste mit 8 eigenverantwortlich bearbeiteten Referenzgutachten ein. Aus der Liste werden mindestens 3 Gutachten vom Prüfungsausschuss ausgewählt. Diese Gutachten werden vom Sachverständigen eingeschickt und vom Prüfungsausschuss ausgewertet.

Die Referenzliste muss Gutachten mit unterschiedlichen Schadensfällen aufweisen, wobei vor allem die Bereiche Bauphysik, Baukonstruktion, Bauteile und Baustoffe abgedeckt werden müssen.

Bei Teilbereichszertifizierungen kommen die Gutachten aus dem jeweiligen Teilbereich.

 

Berufsanfänger müssen mindestens 5 Gutachten in die Gutachtenliste eintragen, von denen dann 3 überprüft werden. Damit kann ein Kompetenzzertifikat ohne Akkreditierungslogo mit einer einjährigen Laufzeit erworben werden. Zum Ablauf des Jahres findet eine weitere Qualitätskontrolle statt (z.B. GA-Kontrolle, Fachgespräch,…). Zusammen mit der gesammelten Berufspraxis prüft die IQ-ZERT dann die Regelzulassung.

 

Bestehen und Nichtbestehen einer Prüfung

Eine Prüfung ist bestanden, wenn in allen Prüfungsteilen mindestens 70% der möglichen Punkte erreicht werden. Nicht bestandene Prüfungsteile können 2 Mal wiedergeholt werden.

 

Kompetenzzertifikatserteilung

Sind die Eingangsvoraussetzungen erfüllt, erhalten Sachverständige nach bestandener Prüfung ein Kompetenzzertifikat Stempel, auf Wunsch Sachverständigenausweis. die sie als kompetente und geprüfte Sachverständige auf dem Zertifizierungsgebiet ausweisen. Das Zertifikat hat im Regelfall eine Laufzeit von 5 Jahren. Dabei handelt es sich um ein Nutzungsrecht. Zertifikat, Stempel, Sachverständigenausweis bleiben Eigentum der IQ-ZERT und müssen mit Ende der Zertifizierung zurückgeschickt werden.

 

Überwachungsverfahren

In der Folgezeit unterliegt der Zertifizierte dem gebührenpflichtigen Überwachungsverfahren durch die IQ-ZERT. Es werden mindestens 3 Tage Weiterbildung pro Jahr (ab Zertifizierungsbeginn) nachgewiesen und es werden 1-mal zur Mitte der Zertifikatslaufzeit weitere Gutachten überprüft.

Bei Nichterfüllung einzelner Teile der Überwachung, können zusätzlich Auflagen erteilt werden - z.B. Einzel-Fachgespräche.

 

Rezertifizierung

Mit Ablauf des Zertifikats besteht die Möglichkeit der Rezertifizierung. Wurden alle Bedingungen des Überwa­chungsverfahrens erfüllt besteht diese im Regelfall aus einer Gutachtenüberprüfung und einem Fachgespräch.

 

Deltaprüfung

Die Regeln für die Delta-Prüfung werden nach der Akkreditierung festgelegt.

 

Mitgeltende Dokumente

Verschickte Dokumente:

QM-Anhang SV Bau 3 - 020-K 05 Gebührenordnung

QM-Anhang SV Bau 4 -160-K 09 Antrag

QM-Anhang SV Bau 4 - 210-K 09 Vertrag

QM-Anhang SV Bau 4 - 042-K 09 Chronologische Zusammenstellung der Gutachten Bereich Bau 2

QM-Anhang SV Bau 5 -180-K 09 Fachliches Anforderungsprofil

 

Zusätzlich können folgende Dokumente angefragt werden:

QM-Anhang SV Bau 3 - 030-K 09 Prüfungsordnung

QM-Dokument SV 1-090-K 09 Antragsverfahren

QM-Dokument SV 3 -040-K14 Zeichensatzung

QM-Dokument SV 5 -060-K 14 Rechte und Pflichten des zertifizierten Sachverständigen

 

 

 

Sofern Sie weitere Informationen wünschen, bitten wir Sie mit uns per Telefon, Mail oder Fax Kontakt aufzunehmen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Zertifizierungsunterlagen können Sie über das Kontaktformular anfordern.
Wir benötigen hierzu folgende persönliche Informationen:
Name, Vorname
Anschrift
Telefon
E-Mail Anschrift

 

 

 

IQ-ZERT
Institut für
Qualitätssicherung
und Zertifizierung
GmbH & Co. KG

Uhlandstraße 10
53757 Sankt Augustin

Tel 0 22 41/168 158 8
Fax 0 22 41/168 34 64